Expertengespräch zum Thema palliative Geburt oder Schwangerschaftsabbruch

Samstag, 13. Januar 2018

"Warum ist es so wichtig, sich schon vor einer Schwangerschaft mit dem Thema Pränataldiagnostik auseinander zu setzen? Nutzen werdende Eltern das Recht auf Nicht-Wissen? Was tun, wenn es eine pränatale Diagnose und eine lebenslimitierende Erkrankung bei dem ungeborenen Kind gibt? Fragen, die Experten aus verschiedenen Bereichen und Betroffene gemeinsam bewegt haben. Diese Podiumsdiskussion fand im Anschluss der Lesung des Romans "Lilium Rubellum" von Kathrin Fezer Schadt am 08. Dezember 2016 bei GESUNDHEIT AKTIV statt."

Teilnehmer der Gesprächsrunde vom 08.12.2016: 
Kathrin Fezer Schadt (Autorin und Journalistin), Angelika Maaser (Gynäkologin), Dr. Stefan Schmidt-Troschke (Geschäftsführender Vorstand von Gesundheit aktiv e.V.), Kirsten Achtelik (Autorin und Jornalistin), Dr. med. Lars Garten (Leitung Palliativteam Neonatologie, Charité Universitätsmedizin Berlin).
 
Quelle: Gesundheit aktiv e.V. 

Empfehlungen für die Palliativversorgung und Trauerbegleitung (Fachartikel)

Montag, 8. Januar 2018
Empfehlungen für die Palliativversorgung und Trauerbegleitung auf der neonatologischen Intensivstation: ein familienzentrierter, integrativer Ansatz.

"Der technische Fortschritt ermöglicht uns heute eine lebenslimitierende oder tödliche Erkrankung in der Schwangerschaft zu entdecken, so dass die Eltern (in der Regel) Zeit haben, sich auf die Geburt ihres sterbenden Kindes vorzubereiten. Aber auch unvorhergesehen können Probleme auftreten, die zum Tod des Kindes führen. In beiden Szenarien sollte die perinatale Palliativversorgung als Konzept für die Unterstützung der Familie angeboten werden. Da der Schwerpunkt in der Berufsausbildung sich auf die Rettung von Leben konzentriert, fühlen sich viele Mediziner und Fachkräfte mit der palliativen Versorgung unwohl. Der Zweck dieses Artikels besteht in der Formulierung  von Empfehlungen für die Umsetzung familienzentrierter perinataler und neonataler Palliativpflege und die Bereitstellung von Unterstützung für die hinterbliebenen Familien, die einen solchen Verlust erfahren. Es wird ein Überblick über die Kernkonzepte und -werte gegeben, gefolgt von Interventionsstrategien zur Förderung eines integrierten familienzentrierten Ansatzes in der Palliativ- und Trauerpflege. Der abschließende Abschnitt enthält evidenzbasierte Empfehlungen." 
(Kenner et al. 2015)

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"Technological advances have increased our ability to detect a life-threatening, life-limiting or lethal problem early in pregnancy, leaving parents months to anticipate a death or a prematurely born infant. Babies can also be born with unanticipated problems that could lead to death. In either scenario, perinatal palliative care should be offered as a strategy for family support. Since the preponderance of professional training focuses on saving lives, many health professionals are uncomfortable with palliative care. This article's purpose is to define best practices for the provision of family-centered perinatal and neonatal palliative care and provision of support to bereaved families experiencing anticipated and unanticipated life-limiting conditions or death of their infant. An overview of core concepts and values is presented, followed by intervention strategies to promote an integrated family-centered approach to palliative and bereavement care. The concluding section presents evidence-based recommendations." (Kenner et al. 2015)



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Weiterlesen im Original-Artikel:  https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4660047/